Spencers “SWAN SONG” mag für den Diana Fan, der auch das letzte Fitzelchen über sie erfahren möchte das noch nicht veröffentlicht wurde, sicherlich eine Bibel sein. Der sonstige geneigte Leser muss sich jedoch immer wieder durch eine langatmige Flut von Vorfahren, Häusern -inklusive detaillierter Inneneinrichtung-, Speisenabfolgen und Selbstdarstellung des Autors durcharbeiten.
Charles Spencer springt mit dem Erzählen privater kleiner Geschichten immer wieder zwischen Vergangenheit und dem tragischen Tod seiner Schwester hin und her, so dass nicht wirklich ein durchgängiges Bild ihrer Beziehung zueinander entsteht obwohl sie sich “mindestens sechs mal im Jahr” getroffen hätten. Als einziger roter Faden zieht sich das Verfassen und Halten seiner (dreiminütigen) Trauerrede durch das Buch.
Wie erwartet, bleibt die Abrechnung mit dem britischen Königshaus und der Presse nicht aus, aber auch hier hat man das Gefühl, man hat dazu in der Vergangenheit schon alles gelesen oder gehört, was man wissen musste.
Einige wohl bisher unbekannte schwarz-weiß Fotografien aus dem Familienalbum sind beigefügt. Insgesamt, vor allem durch die fehlende lineare Erzählstruktur und Zeitschiene, etwas anstrengend zu lesen.
Erschienen am 22.09.2026 im Penguin Verlag, ISBN 9780241825594